Narrenzunft Schärmies e.V.       

 

Die Zunft Aktuelles und Historie

 

Hästräger Guggenmusik Chronik Vorstandsschaft
Jugendarbeit Partnerzunft Bilder Satzung

 

Gründungsjahr: 1983
Eingetragener Verein seit 14.01.1983

Mitglied im ONB seit 1992
Mitglieder (Stand 17.04.2015)

    49 aktive Mitglieder,
        davon 29 Erwachsene und 20 Kinder / Jugendliche.

  

Die Anfänge

In den Nachkriegsjahren begannen auch die Mietersheimer Vereine mit der Aufbauarbeit auf dem sportlichen wie auch auf dem kulturellen Gebiet und es wurden auf Vereinsebene zu gegebenem Anlass passende Veranstaltungen durchgeführt. Auch Fasnacht wurde gefeiert.
So wurde es Tradition, dass in der Turnhalle des GSV Mietersheim und auch im Pflugsaal Fasentveranstaltungen stattfanden. Das Fasnachtstreiben dehnte sich auch auf die hiesigen Gastwirtschaften aus, wobei hauptsächlich vom „Gasthaus Linde“ viele Initiativen ausgingen.
Im Jahr 1958 organisierte man einen Umzug und gründete den Mietersheimer Carneval Club (MCC). Der erste Umzug fand dann 1959 statt und es zogen fünf Fasnachtswagen und kleine Gruppen, die hauptsächlich das Ortsgeschehen widerspiegelten, durch die Straßen von Mietersheim. Treffpunkt nach den Umzügen waren die Gastwirtschaften. In den Jahren 1960 und 1961 verdoppelte sich die Zahl der Narren und es waren schon stattliche Umzüge. Für den Umzug 1962 waren die Vorbereitungen schon getroffen, der aber auf Grund der Flutkatastrophe in Hamburg nicht zustande kam. In diesem Jahr wurden alle Umzüge abgesagt. Auch in Mietersheim hatte man zu diesem Zeitpunkt kein Verlangen mehr Fasnacht zu feiern und der neu gegründete Verein wurde wieder aufgelöst.

Die Fasent ruhte dann bis 1974, als aus Reihen des Fußballclubs Mietersheim wieder eine Fasnachtsgruppe gebildet wurde. Ab 1976 wurden dann wieder Umzüge und Veranstaltungen im Dorf durchgeführt. Bestrebt die Fasent in Mietersheim wieder richtig zu organisieren trennte man sich deshalb vom FC Mietersheim.

Am 11.1.1983 gründete man den Verein „Narrenzunft Schärmies Mietersheim e.V.“ Zum ersten Vorsitzenden wurde seiner Zeit Reinhard Schmidt gewählt.

Das Häs

Das Kostüm (Häs) bestand Anfangs noch aus einem mausgrauen Overall und einer Pappmaske. Die Mitgliederzahl wuchs schnell und so hatte man bald 33 aktive Mitglieder. Noch im selben Jahr entstand aus acht tanzfreudigen jungen Mädchen eine Tanzgarde. Man besuchte zunächst Abendveranstaltungen in der näheren Umgebung sowie zahlreiche Umzüge. Auch an Dorfveranstaltungen nahm man regen Anteil. Somit erwirtschaftete man auch einen finanziellen Aufschwung und die Masken und Häs konnten erneuert werden.



Es wurde die heute von den Schärmies genutzte Holzmaske in Auftrag gegeben.Die Lindenholzmaske wurde von daraufhin von unserem Maskenschnitzer und Narrenfreund Gerhard Rieder aus Kenzingen entworfen und angefertigt.




Das neue Häs hierzu, ein Spättlehäs, bestand ab dann aus drei verschiedenen Farben (Hellgrau, Dunkelgrau, brauner Filz).



Mittlerweile hatten die jungen Mädchen das Interesse am Tanzen verloren und so wurde die Tanzgarde wieder aufgelöst. Um Sitzungen abzuhalten und den Zusammenhalt zu pflegen wurde dem Verein von der Ortsverwaltung ein Kellerraum zur Verfügung gestellt. Dieser wurde in eigener Leistung und wochenlanger Arbeit als gemütliches Vereinsheim eingerichtet.

Die Schärmies-Dudler

Da Mietersheim keinen Musikverein hat, entschloss man sich, eine eigene Musikabteilung zu gründen. Man kam dann auf die Idee eine Guggenmusik aufzubauen. Die Schärmies-Dudler wurden in der Folge im Jahr 1990 ins Leben gerufen. Anfangs waren es gerade mal sechs Musiker die alle keine Notenkenntnisse hatten. Die Musikproben wurden im Werkraum der Grundschule Mietersheim abgehalten. Das erste Kostüm wurde dann selber angefertigt und bestand aus einem weißen Overall mit grünem Farbmuster. Im Lauf der Zeit fanden immer mehr Leute Interesse an dieser aus der Schweiz stammenden Art des "Musizierens", so dass die Anzahl auf 23 aktive Musiker anwuchs. Da die Kostüme schnell nicht mehr zeitgemäß waren, wurden auch die Dudler neu eingekleidet.
Man wählte die noch heute bestehende Uniform aus Oberteil, Bundhose, Kniebundsocken, Holzschuhen sowie einer Mütze in den Farben Grün, Schwarz und Gelb. Die Schärmies-Dudler feierten im Jahr 2001 ihr 11-jähriges Bestehen mit einem großen Guggenmusiktreffen.

Mitgliedschaft im ONB

Im Jahr 1991 bewarb sich die Narrenzunft um die Mitgliedschaft im Ortenauer Narrenbund. Nach einem Probejahr wurde man im Jahr 1992 als eigenständiges Mitglied aufgenommen. Nach zehnjähriger Tätigkeit als erster Vorsitzender gab Reinhard Schmidt schliesslich sein Amt in jüngere Hände ab. Im April 1993 wurde in einer Jahreshauptversammlung Ralf Burgmeier als neuer Oberzunftmeister gewählt.

Jugendarbeit

Die Jugendabteilung wird in der Narrenzunft mit großem Engagement unterstützt und gefördert. Die Jungen und Mädchen aller Altersklassen entwickeln im Verein sehr großes Interesse und sind mit voller Begeisterung bei der Sache. Der Verein ist immer auf der Suche nach neuem Nachwuchs und hat für alle ein offenes Ohr. Selbstverständlich sind auch unsere Jüngsten komplett eingekleidet. Allein bei den Hästrägern laufen 20 Jugendliche und Kinder mit.

Veranstaltungen

Zwei Wochen vor Fastnacht beginnt der Verein mit den eigenen Veranstaltungen. Es wird alle 2 Jahre ein großer Umzug mit vielen Gastzünften durchgeführt. Am Schmutzigen Donnerstagmorgen wird dann traditionell der Narrenbaum von eigenen Mitgliedern im Wald gefällt und geschält. Am warmen Lagerfeuer wird dann anschließend ausgiebig gespeist und getrunken. Der Baum wird dann mit dem Traktor nach Mietersheim gebracht, wo er im Hof neben dem Rathaus geschmückt wird. Zur gleichen Zeit schmücken die Frauen des Vereins das Bürgerhaus. Nach dem traditionellen Rathaussturm wird der Narrenbaum von der Feuerwehr gestellt und anschließend beginnt dann der Hemdglunkerumzug mit närrischem Treiben in allen örtlichen Lokalen.

Am Fasentfreitag geht die gesamte Narrenzunft nach Lahr zum Schnurren. Anschließend geht es zur traditionellen Schülerbefreiung in die Grundschule Mietersheim. Die mit großer Spannung erwartete Narrenzunft wird dann mit lautem Getöse begrüßt. Es werden Geschenke überreicht und teilweise Darbietungen der Schüler vorgeführt. Am Fasentsamstag wird dann der große Dorffasentabend veranstaltet. Hier wird das jährliche Dorfgeschehen auf närrische Weise wiedergegeben. Der Fasentsonntag beginnt mit einem närrischen Frühschoppen, dem dann ein großer Umzug folgt. Nach dem Umzug ist in der Halle sowie im ganzen Dorf närrisches Treiben.
Am Fasentdienstag wird dann schlussendlich abends vor dem Rathaus mit großem Bedauern die Fasent verbrannt. Am Ende der närrischen Tage wird der Narrenbaum gefällt welcher dann an einen verdienten Freund der Schärmies übergeben wird.